Was sind Acceleratoren? Ein Leitfaden für Startups

In der dynamischen Welt der Startups können Accelerator-Programme eine wichtige Rolle spielen.

Sie bieten Gründern nicht nur Zugang zu Ressourcen, sondern auch die Chance, ihr Unternehmen innerhalb kürzester Zeit auf das nächste Level zu heben. Doch was genau steckt hinter einem Accelerator-Programm, welche Vorteile bietet es und worauf sollten Startups achten? In diesem Blogbeitrag erfährst du alles Wichtige über Acceleratoren und warum sie für dein Startup relevant sein könnten.

Was ist ein Accelerator-Programm?

Ein Accelerator ist ein Programm oder eine Institution, die Startups in einem festgelegten Zeitraum unterstützt. Diese Programme bieten Gründern in der Regel eine Kombination aus:

  • Coaching und Mentoring durch erfahrene Experten,
  • Zugang zu Ressourcen wie Büroräumlichkeiten, Cloud-Server-Credits oder Workshops,
  • Einbindung in ein starkes Netzwerk aus Investoren, Branchenexperten und Alumni,
  • Häufig auch finanzielle Unterstützung in Form kleinerer Investments.

Im Gegenzug verlangen private Acceleratoren oftmals Gesellschaftsanteile am Startup. Mittlereile verzichten viele Acceleratoren-Programme, insbesondere die staatlich finanzierten, darauf Geschäftsanteile zu verlangen, was die Attraktivität der Programme für Gründer deutlich erhöhen kann.

Warum gründen Unternehmen und Institutionen Acceleratoren?

Die Popularität von Accelerator-Programmen ist in den letzten Jahren explodiert. Nicht nur große Unternehmen nutzen sie, um ihre Innovationskraft zu erhöhen, auch staatliche Förderprogramme unterstützen Startups mit Acceleratoren-Programmen. Ziele sind unter anderem:

  • Förderung von Innovation und neuen Technologien,
  • PR-Zwecke, um als moderner und agiler Unternehmen wahrgenommen zu werden,
  • Zugang zu hochqualifizierten Talenten,
  • Skalierbare Geschäftsmodelle frühzeitig zu erkennen und zu fördern,
  • Förderung des Wirtschaftsstandort Deutschland und seiner Startups.

Welche Vorteile bietet ein Accelerator-Programm?

Ein Startup-Accelerator kann weit mehr als nur Kapital bieten. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  1. Professionelles Mentoring
    Durch erfahrene Branchenkenner erhalten Startups Einblicke in Geschäftsstrategien, Vertrieb und Produktentwicklung.
  2. Netzwerke und Kontakte
    Acceleratoren bringen dich in Kontakt mit potenziellen Investoren, Geschäftspartnern, Branchenexperten und anderen Gründern.
  3. Ressourcen und Infrastruktur
    Kostenlose Büroräume werden häufig gestellt, Zugang zu Software-Tools oder Medienbudgets können Startup einen Vorteil verschaffen.
  4. Erhöhte Erfolgswahrscheinlichkeit
    Startups, die ein Accelerator-Programm durchlaufen haben, erzielen nachweislich höhere Folgefinanzierungsquoten.
  5. Pitch- und Demo-Days
    Zum Abschluss eines Programms präsentieren die Teilnehmer ihre Startups vor einer Auswahl an Investoren.

Wie wähle ich den richtigen Accelerator aus?

Bei der Vielzahl an Programmen solltest du die folgenden Kriterien prüfen:

  • Branchenspezialisierung: Viele Acceleratoren fokussieren sich auf bestimmte Industrien, z.B. FinTech, HealthTech oder CleanTech. Prüfe, ob der Branchenfokus zu deinem Startup passt.
  • Bedingungen: Einige Programme fordern Geschäftsanteile, andere sind sozusagen kostenlos. Allerdings kosten alle Acceleratoren-Programme Zeit, die dich manchmal auch von der Produktentwicklung abhalten. Analysiere die Kosten-Nutzen-Relation genau.
  • Qualität des Netzwerks: Schaue dir an, welche Mentoren, Investoren und Alumni mit dem Accelerator verbunden sind und spreche bestenfalls mit ehemaligen Teilnehmern des Programmes.
  • Staatlich vs. privat: Während staatliche Programme häufig auf Arbeitsplatzschaffung abzielen und den Wirtschaftsstandort stärken wollen, fokussieren sich private Anbieter die sich eine Beteiligung an dem Startup einräumen lassen, auf große Exits und Wachstum.

Der berühmteste Accelerator: Y Combinator

Eines der bekanntesten und erfolgreichsten Programme ist der 2005 gegründete Y Combinator. Startups wie Dropbox, reddit und Airbnb sind hier entstanden. Mit über 600 geförderten Unternehmen und einer starken Community gilt der Y Combinator als Maßstab für andere Accelerator-Programme weltweit.

Tipps für die Bewerbung

Um an einem Accelerator-Programm teilzunehmen, musst du dich bewerben. Erfolgreiche Bewerbungen zeichnen sich durch:

  1. Ein skalierbares Geschäftsmodell: Acceleratoren suchen Startups mit großem Wachstumspotenzial.
  2. Ein starkes Team: Dein Team sollte fachlich und persönlich überzeugen.
  3. Einen klaren Nutzen: Zeige auf, warum du von den Leistungen des Programms profitierst und wie du diese nutzen willst.

Fazit: Lohnen sich Acceleratoren für Startups?

Ein Startup-Accelerator kann der ideale Weg sein, um dein Unternehmen in der Frühphase zu stärken und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Dennoch solltest du nicht allein wegen der finanziellen Unterstützung teilnehmen, da die Investmentbeträge häufig sehr klein sind. Prüfe, ob das Programm deine langfristigen Ziele unterstützt und welche Verpflichtungen damit einhergehen.

Wenn du dir unsicher bist, ob ein Accelerator der richtige Schritt für dein Startup ist, sprich mit anderen Gründern oder erkunde Alternativen wie Business Angels oder Venture Capital. Denke daran: Die Qualität des Programms ist entscheidend für deinen Erfolg! Häufig nimmt mit der Zeit die Qualität der Accelerator-Programme auch ab, weil die hochkarätigen Mentoren sich nach einiger Zeit wieder zurückziehen.

Hier haben wir Dir eine Liste mit in Deutschland aktiven Acceleratoren-Programmen zusammengestellt.

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